malerei -  komposition

STODOLNY.

2007-2016 © Bernhard Stodolny, Berlin | Alle Rechte vorbehalten

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Die ersten Malversuche aus dem Jahr 1968.

Das einzige Bild welches noch aus dieser Zeit existiert.

In Privatbesitz (nach Rembrandt)


Bild Bernhard Stodolny

BIOGRAFIE BERNHARD STODOLNY

Bernhard Stodolny erkannte schon in sehr jungen Jahren seinen Hang zum kreativen Ausdruck.

Vorweggenommen , - begann er mit Malen und Zeichnen im Schulunterricht wie alle anderen Mitschüler auch. Allein, mit dem kleinen Unterschied, dass er zu den Wenigen gehörte, die dabei innere Begeisterung und Neugier am künstlerischen Schaffen produzierten. Aber wie das in der Kindheit so ist: man beginnt die Welt zu entdecken, und so waren "schlummernde Talente" zum "weiterschlummern" verurteilt. Sein malerisches Talent war zwar vorhanden, wurde jedoch nicht mehr so regelmäßig von ihm abgerufen. Glücklicherweise war auch niemand da der ihn drängte, dieses unbestellte Feld zu beackern. Er hätte sicherlich verweigert.


Beim Prozess sich selbst und die Gegend zu erkunden machte er eine weitere, wichtige Entdeckung. Die Musik. Sie übte noch etwas mehr Faszination auf den jungen Stodolny aus, als es die Malerei  vermochte. 1961 wurde Berlin zwar geteilt, aber egal wie hoch und unüberwindbar die Mauer gebaut wurde, sie konnte die Klänge der Beatles nicht ausgrenzen. Ob Beat, Jazz oder Rockmusik. Dieser Sound brach jede Schranke und hüpfte keck über Stacheldraht und Minenfelder- direkt in die Seele des kleinen Stodolny- der noch jungen DDR. Sein Berufswunsch war unverrückbar: "Ich werde Musiker !"

Das war aber nicht so einfach zu dieser Zeit. Man konnte nicht mal eben vier-fünf Kumpels zusammentrommeln, in einem muffigen Keller Elvis, Stones und Beatles - Songs proben, um sie danach auf der nächsten Bühne zu spielen.

Das wollten die Kulturverantwortlichen nicht. Es gab eine Reihenfolge die auch für Stodolny galt.

1968 Realschulabschluss an der Polytechnischen Oberschule.

1971 vorzeitiger Berufsabschluss als ... man höre und staune ...Großwählnebenstellentechniker.

Um Musik, Medizin etc. zu studieren, setzte der Staat den Wehrdienst voraus. Danach ging es endlich an die Musikschule Mitte. Im klassischen Fach studierte Bernhard Stodolny Xylophon, Kesselpauken und Schlagzeug. Ein weiterer Abschluss erfolgte an der Musikschule Friedrichshain, Sonderklasse Tanzmusik (Schlagzeug).

Mit dem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ von 1979 bis 1983 „endete“ seine musikalische Ausbildung.

Fachrichtung: Klavier / Schlagzeug.

Während seiner Studienzeit war er bereits Profimusiker und spielte in diversen Bands und Orchestern.

Zum Beispiel: „Fanal“ , „Peters Band", „Lehrerorchester Berlin", „Manfred Nytsch Orchester" , „Orchester Rosenhahn“ , „Soft" , „Magnet" und „Gerlinde Kempendorff & Band"

1987 erhielt „Gerlinde Kempendorff & Band“ auf den Chansontagen der DDR in Frankfurt Oder den „Preis für das streitbarste Programm“: Eine Schallplattenproduktion bei DT 64, wurde aus Textgründen nie verwirklicht. Gute Berufsmusiker hatten zu DDR Zeiten ein beträchtliches Einkommen. Man konnte zuweilen mehr verdienen als ein Minister. Klingt seltsam, aber das war so - damals ...

Doch die Zeiten sollten sich schlagartig ändern. In Leipzig begann das Volk mit lauten Protesten ihren Unmut gegenüber der Regierung und ihrer Politik zu äußern. Auch er war in Berlin dabei und setzte damit den Protest auf der Strasse fort, der sich schon seit drei Jahren in den Liedtexten von „Gerlinde Kempendorff & Band“ widerspiegelte. Natürlich argwöhnisch überwacht von „gewissen Leuten“... Und dann, am 9. November 1989 standen Stodolny und viele seiner Kollegen als Musiker ohne Engagement auf der Straße... bzw. vor dem Arbeitsamt. Die Finanzierung des Musikmanagements war von einem Tag auf den Anderen zusammengebrochen. Nur einigen, wenigen Musikern war es vergönnt ihre Kariere fortzusetzen.

Umdenken war angesagt. Den sicheren Schritt auf dem unbekannten, spiegelglatten Einheitsparkett zu suchen und zu finden ... all das ging nicht ohne blaue Flecke und Blessuren ab:  z.B. schloss ein greises Ehepaar aus Marzahn bei einer renommierten Versicherung tatsächlich eine Wetterschlagversicherung ab. Sie wussten nicht, dass diese Absicherung ausschließlich für Bergarbeiter im Untertagebau greift . . .Gewitterschäden sind damit natürlich nicht abgesichert. . . autsch, ausgerutscht!

Welch ein Neuland!

Seine Ambitionen für die Musik verschwanden immer mehr im dunklen Keller - nicht nur wegen dem Ruhebedürfniss diverser Nachbarn. Die Kluft zwischen Überleben und Leidenschaft wurde immer größer, bis nur noch ein kleiner Funke übrig blieb. Kurz vor der totalen Selbstverleugnung entdeckte er den "Funken der Leidenschaft" wieder: "Da war ja noch was ... die Liebe zur Malerei". Über viele Jahre schlummerte sie dahin. Er beschloss sie zu erwecken, angefacht durch die Initiative seiner Frau Karin Stodolny, und seine alte Leidenschaft schien ihm nicht die „Kalte Schulter" zu zeigen. Er stellte mit großer Freude fest, dass sie auf seinem ganzen Lebensweg ein stiller aber treuer Begleiter war.

Etwas Hüftsteif war sie schon zu Anfang.... , aber farbenfroh wie eh und je!

Er frischte deshalb seine Kenntnisse und Fähigkeiten auf und holte sich Tipps bei Heinz Oskar Preibsch im Prenzlauer Berg, der eine Ausbildung zum Porzellanmaler an der Königlich Preußischen Porzellan-Manufaktur absolviert hatte, und es entstanden seine ersten Werke. Diese online galerie zeigt einige seiner Bilder  und den Weg seiner Entwicklung.


Viel Spaß beim Betrachten der Gemälde  und Zeichnungen.


Bernhard Stodolny


Jahrgang 1952

Studie jung